Januar 23, 2018

9 Gründe, warum Wasserflaschen aus Plastik in den Mülleimer der Geschichte gehören

9 Gründe, warum Wasserflaschen aus Plastik in den Mülleimer der Geschichte gehören

Sie bringen herrlich wenig Eigengewicht mit und lassen sich ebenso zügig entsorgen, wie sie gekauft sind: Aus diesen Gründen erleben Plastikflaschen bereits seit Jahrzehnten einen nie dagewesenen Boom, der sich allerdings bei näherem Hinsehen als absolut zweifelhaft entpuppt.

Stehen in deiner Küche auch Plastikflaschen mit Wasser? Beschleicht dich deswegen hin und wieder ein schlechtes Gewissen? Dann liefern wir dir hiermit mehr als genügend Argumente, um endlich Schluss zu machen mit dieser bedenklichen Kunststoffverpackung!

1. Das Wasser aus Plastikflaschen ist keinesfalls sauberer oder gesünder als unser Trinkwasser aus dem Versorgungsnetz. In 22 % der Fälle sind sogar Chemikalien enthalten, die durchaus in gesundheitsschädlicher Menge vorliegen können.

2. Zur Herstellung einer Plastikflasche benötigt der Produzent dreimal so viel Wasser, wie hineinpasst: eine unglaubliche Verschwendung (Neuer Report: Schädliches Mikroplastik in Kosmetika „vom Waschbecken ins Meer“).

 

3. Mehr als 190.000 Haushalte ließen sich mit der Energie versorgen, die zum Abfüllen sämtlicher Wasserflaschen benötigt wird.

4. Rohöl gehört zu den wichtigsten Zutaten für die Plastikflaschenherstellung. In einem Jahr wird von diesem fossilen Rohstoff so viel in die Kunststoffgefäße investiert, dass davon etwa 1 Million Autos davon tanken könnten.

5. Du meinst, Recycling sei eine Lösung? Vielleicht wäre das tatsächlich wahr, wenn nicht nur jede fünfte Plastikflasche im Wiederverwertungsprozess landen würde. Der Kunststoff findet sich allzu oft in der Natur und in unseren Weltmeeren wieder (Neuer riesiger Plastikmüll-Strudel im Südpazifik entdeckt).

6. Abgefülltes Wasser wird weltweit in immer größeren Mengen konsumiert, obwohl die Ressourcen teilweise aus knappen natürlichen Beständen stammen. In Arizona herrscht beispielsweise Wasserknappheit, und doch wird der versiegende Colorado River weiter geschröpft (Wegen Coca-Cola-Produktion versiegt Wasser für indigene Bevölkerung in Mexiko).

7. Eine Durschnittsplastikflasche braucht unglaublich lange, um sich zu zersetzen: Wissenschaftler gehen von etwa 450 Jahren aus, die es braucht, damit sich dieses Produkt in seine Bestandteile zerlegt.

8. Auf der Webseite »Food & Water Watch« wird berichtet, dass über 50 % des abgefüllten Wassers ohnehin aus dem Wasserhahn stammt. Also warum dann nicht gleich auf das kostengünstigere Original zurückgreifen?

9. Die Wasserflaschenhersteller durften sich im Jahr 2014 über einen unglaublichen Umsatz von 13 Milliarden Dollar freuen. Wollte man allen Menschen dieser Erde sauberes Trinkwasser zukommen lassen, würde dies 3 Milliarden Dollar weniger kosten! (EU-Kommission nutzt Wassermangel in Italien und Spanien für künftige Privatisierung)

Na, überzeugt? Dann geh los und überzeuge andere!

 

Literatur:

Giftcocktail Körperpflege: Der schleichende Tod aus dem Badezimmer

Statt Plastik: Schöne Sachen zum Selbermachen – das Ideenbuch für Einfälle statt Abfälle von Jutta Grimm

Plastikfreie Zone: Wie meine Familie es schafft, fast ohne Kunststoff zu leben von Sandra Krautwaschl

Lass dich nicht vergiften!: Warum uns Schadstoffe chronisch krank machen und wie wir ihnen entkommen von Joachim Mutter

Quellen: PublicDomain/trendsderzukunft.de am 06.11.2017

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