Januar 23, 2018

Michael Winkler: Großartige Aussichten

Michael Winkler: Großartige Aussichten

Bei den Sondierungen der Verlierbande ist durchgesickert, daß die drei Besiegten gerne 100 Milliarden Euro ausgeben möchten, an Wohltaten zur Förderung der eigenen Wiederwahl. Zwar steht einiges Geld zur Verfügung, das die Politiker den Steuerzahlern abgepreßt haben, aber es sind nur 45 Milliarden. Da hilft eben nur eines: schrittweise vorgehen. Also erst das Geld ausgeben und es dann aus dem Volk herauspressen.

Die Kunst ist es, dies anschließend als Wohltat zu verkaufen. Das nennt man übrigens Politik: das Geld anderer Leute ausgeben und sich selbst damit als großzügig darstellen. Keine Sorge, Merkel kann das. Sie hat 2005 mit der größten Steuererhöhung aller Zeiten angefangen, und das mit einer großen Koalition. Sind das nicht ganz großartige Aussichten?

Umfragen sind noch keine Wahlergebnisse, sagt die Seehoferei. 40% in den Umfragen sind für die CSU trotzdem ein absoluter Tiefschlag. Daran ändert auch nichts, daß demnächst Söder das Ministerpräsidentenamt übernehmen soll. Die CSU war einfach zu selbstherrlich und hat das versäumt, was ihnen Franz Josef Strauß geraten hatte: dem Volk aufs Maul schauen.

Die bayerische Justiz, mit der ich zu tun habe, ist da ein gutes Symptom. Die Herrschaften sind personell bestens ausgestattet, um wie vor 500 Jahren Hexenprozesse zu führen. Beweise sind nebensächlich, es ist schließlich offenkundig, daß es Hexen gibt. Und wenn es Hexen gibt, müssen die einen Pakt mit dem Teufel geschlossen haben, also ab auf den Scheiterhaufen.

Mir hat ein Staatsanwalt schon einmal vorgehalten, ich habe ein „negatives seit“ benutzt. Das Internet und etwa 100% aller Germanisten haben davon nie etwas gehört, zum Glück hat das Bundesverfassungsgericht der Würzburger Justiz Nachhilfe in Sachen Deutsch für Grundschüler erteilt. Was die CSU wohl im Wahlkampf vortragen wird? Etwa „für ein Bayern, in dem wir gut und gerne leben (febidwgugl)“? Warum nicht? Nur eben ohne CSU!

Was ist eigentlich der Nachteil daran, keine Regierung zu haben? Es gibt nur einen gravierenden: Es wird kein Geld ausgegeben. Beispielsweise für Infrastrukturmaßnahmen.

Dieser Punkt ist bezeichnend, denn er beweist, wie schlecht die Regierung in den letzten Jahrzehnten gewirtschaftet hat. Wenn die löchrigen Straßen und die bröckelnden Autobahnbrücken Regierungsbeschlüsse erfordern, dann zeigen sie das Regierungsversagen an.

Wozu haben wir Autobahn- und Straßenmeistereien, wenn letztlich in Berlin entschieden wird, ob diese etwas tun dürfen? Wir sind mit den Regierungen der letzten Jahrzehnte immer tiefer in den Verfall geraten, wieso soll uns ausgerechnet eine Regierung, noch dazu aus den Parteien und den Leuten, die in den letzten Jahren und Jahrzehnten derart versagt haben, unsere Lage verbessern?

Wenn wir auf Merkel, Seehofer und Schulz vertrauen, setzen wir unsere Hoffnung auf die Verursacher. Wie sollen jene, die an der Misere schuld sind, plötzlich Lösungen für die Probleme haben?

Wir brauchen mehr Bundespolizei, wird uns vorgehalten. Das müsse die Regierung in die Wege leiten, heißt es. Warum brauchen wir mehr Bundespolizei? Weil die Regierung die Grenzen geöffnet hat und hemmungslos Leute ins Land geströmt sind, die hier nichts zu suchen haben. Die Regierung hat dieses Problem verursacht, dem jetzt ein paar zusätzliche Bundespolizisten abhelfen sollen.

Nehmen wir uns Frankreich als Vorbild, so gab es die Herren Chirac, Sarkozy, Hollande und Macron, während bei uns nur Merkel das Land in den Abgrund lenkte. Die Franzosen haben ihre Regierung ausgewechselt, die Deutschen immer nur weitergelitten. Und ja, die Franzosen haben schon einmal ihre Regierung geköpft, was in Deutschland noch nie passiert ist.

Quelle: Michael Winkler

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