Mai 27, 2019

Die Beziehung zu uns selbst – Zwischen Selbstentwertung und dem „sich zu wichtig nehmen“!

Die Beziehung zu uns selbst – Zwischen Selbstentwertung und dem „sich zu wichtig nehmen“!

Liebe Selbstlose, liebe Selbstbewusste,

So wie jeder Text, den ich je schrieb, kommt auch dieser aus einer „persönlichen“ Situation heraus, die ich gerade erleben muss! Und wie immer ist es mir ein Bedürfnis Ihnen meine Gefühle diesbezüglich mitzuteilen! Wie man am Titel unschwer erkennen kann, geht es um das Thema „Selbst“! Denn, ob Sie es glauben oder nicht, die wichtigste Beziehung, die Sie in Ihrem Leben je führen werden oder geführt haben, ist jene zu „sich selbst“!

Wir Menschen neigen oft dazu, Beziehungen einzugehen, weil wir uns etwas von diesen versprechen. Wir versprechen uns beispielsweise Sinnhaftigkeit, Geborgenheit, Freude oder Sicherheit. Manchmal versprechen wir uns davon sogar so etwas wie Bestätigung oder Selbstbewusstsein! Und WIR ALLE machen stets den gleichen Fehler dabei: Wir übertragen die Verantwortung über unsere Gefühlswelt einem anderen Menschen. Wir geben sie quasi ab, in der Hoffnung „jemand anderes“ könnte uns das geben, was wir uns selbst nicht geben können. Dass dieser Rückschluss ein komplett falscher ist, können Sie daran erkennen, dass es in Ihrer Welt nur einen einzigen Menschen gibt, der tatsächlich fühlt – Und dieser Mensch sind Sie selbst! Niemand kann Ihnen dabei helfen sich gut oder sicher zu fühlen! Dies ist eine allgemeine Illusion, der wir ALLE unterliegen!

Natürlich, wir sind soziale Wesen und wir brauchen (Ver)bindungen in unserem Leben! Und hierbei, Sie erinnern sich an den Text über „Worte“ und die Deutsche Sprache, ist es wichtig um nicht zu sagen ENTSCHEIDEND, dass Sie einen Unterschied zwischen dem Wort Bindung und dem Wort VERbindung machen! Denn diese zwei Worte beschreiben zwei grundsätzlich komplett unterschiedliche Gegebenheiten! Eine Bindung ist ein Gefängnis, so etwas wie eine unsichtbare Kette, die uns gewollt oder ungewollt an einen anderen Menschen bindet! Eine Verbindung hingegen ist so etwas wie ein unsichtbares Band, ein auf FREIWILLIGKEIT bestehender Draht, den wir VOLL BEWUSST und OHNE BEDÜRFTIGKEIT zu anderen Menschen aufrecht erhalten. Die Verbindung ist also wesentlich gesünder für uns als die Bindung!

Nun möchte ich aber gerne zum Kern des Themas kommen. Wie im Titel beschrieben geht es also um „den schmalen Grad“ zwischen Selbstbeweihräucherung und Selbstentwertung! Um diesen Weg einigermaßen unverletzt gehen zu können, bedarf es eines sehr wichtigen Instruments, nämlich der SELBSTERKENNTNIS! Denn, je besser Sie sich selbst kennen umso leichter werden Sie auch feststellen, warum Sie handeln wie Sie handeln. Und vor allem auch AUS WELCHEN GRÜNDEN Sie wirklich handeln! Im Grunde genommen ist Selbsterkenntnis eine recht einfache Herausforderung. Es bedarf eigentlich nur der Fähigkeit sich selbst zu beobachten und vor allem auch dann nicht weg zu schauen, wenn man etwas tut oder getan hat, worauf man nicht stolz ist! Wir sind alle hier um zu lernen. Dies ist etwas, was Sie immer im Hinterkopf behalten sollten! Und wenn unsere „Schule“ irgendwann beendet ist, dann wird es niemanden geben, der darüber richtet! Einzig und allein WIR SELBST entscheiden dann, ob wir vor uns selbst bestanden haben oder nicht!

Dass man beim Lernen Fehler macht oder mal eine Schulaufgabe versemmelt liegt allerdings in der Natur der Sache! Also gehen Sie nicht zu hart mit sich selbst ins Gericht, sondern machen Sie es beim nächsten mal einfach besser! Denn, Sie erinnern sich, WIE INNEN SO AUSSEN! Wenn Sie sich selbst VERURTEILEN, dann geben Sie damit auch anderen die Erlaubnis Sie zu verurteilen und das können Sie nicht ernsthaft wollen! Vergessen Sie niemals: Die Welt ist nichts weiter als ein dreidimensionaler Spiegel, der Ihnen unverschnörkelt zeigt, WER SIE IN WIRKLICHKEIT SIND!
Nicht mehr und nicht weniger! Es geht also IMMER darum, wer Sie wirklich sind und vor allem auch darum, wie Sie sich selbst behandeln – Kurzum: Es geht um die Beziehung, die Sie mit SICH SELBST haben! Dieser ganze Mist da draußen zeigt Ihnen lediglich, wie es um diese Beziehung tatsächlich bestellt ist!

Ich bin sicher kein Meister, der vom Himmel gefallen ist und mein Weg war zum Teil sehr hart und mit Blut und Tränen gepflastert, mit Situationen, von denen Sie nichts wissen und auch nichts wissen müssen, um zu verstehen, was ich Ihnen vermitteln möchte! Ich mache, trotz aller Beschäftigung mit den Naturgesetzen „immer noch“ Fehler und bin vermutlich eines „der schlechtesten Beispiele“ die man sich hernehmen kann, wenn man wirklich etwas lernen möchte! Mein großes Talent besteht nun einmal in der Fähigkeit zu schreiben und darin hat es eigentlich immer bestanden! Ich schreibe seit ich 13 war! Gedichte, Geschichten, Gefühle, Tagebuch… was auch immer! WORTE sind mein Werkzeug und zumindest war ich so weit gesegnet, dass ich dies recht früh feststellen durfte! SIE mögen andere oder vielleicht sogar dieselben Werkzeuge besitzen, um dieser Welt Ihre Seele zu offenbaren! Im Grunde genommen ist das Werkzeug egal, es geht lediglich darum, was wir damit anstellen (oder auch nicht)! Finden Sie es heraus und NUTZEN Sie es, wenn Sie können!

Und wenn Sie es heraus gefunden und ein paar mal benutzt haben, dann werden Sie feststellen, dass nicht SIE SELBST dieses Werkzeug bedienen, sondern etwas Höheres, was aber ganz tief aus Ihnen selbst heraus kommt. Wenn Sie möchten, dann können Sie gerne das Wort „Höheres Selbst“ hierfür benutzen. Das bedeutet zu gut Deutsch: Der kleine Karl, welcher unbeholfen durchs Leben stolpert und dabei jeden erdenklichen Fehler macht, ist zugleich dazu in der Lage, die besten Texte zu verfassen, die anderen Menschen zeigen können, wie man eben OHNE all diese Blessuren und Stolpersteine durchs Leben gehen kann – sofern dies nun einmal sein „Talent“ ist!

Und solch ein Talent sollte man nicht wie eine Krone tragen, sondern in Demut und Dankbarkeit nutzen, was einem mitgegeben wurde und dies zum Wohle ALLER! Ein Göthe beispielsweise hat sich niemals in die Öffentlichkeit gestellt und damit geprahlt wie gut er schreiben konnte! Er hat es einfach getan und diese Tat machte eine „Selbstbeweihräucherung“ quasi obsolet! Es bestand also gar nicht DIE NOTWENDIGKEIT der Welt mitzuteilen wie gut man etwas kann! Denn die Welt wird dies von ganz alleine merken und ANERKENNEN! Und genauso sollten Sie auch Ihre ganz persönlichen Werkzeuge gebrauchen!

Worauf ich hinaus will ist also der schmale Grad zwischen Selbstverherrlichung und Selbstverleugnung! Und dies wiederum setzt voraus, dass Sie sich Ihrer selbst in erster Linie einmal BEWUSST sind! Das heißt, Sie erkennen auch, wenn Sie etwas falsch oder richtig machen und wenn es für Sie Zeit ist mit einer Sache aufzuhören, ganz einfach weil Sie bemerken, dass Sie mehr Schaden als Nutzen damit anrichten! Zeit ist nicht das Entscheidenste im Leben, viel mehr ist sie ein Gradmesser! Es geht auch darum zu erkennen, wann für etwas die Zeit reif ist und wann nicht (mehr)! Denn so wie alles seinen Platz auf dieser Welt hat, hat auch alles seine Zeit!

Ich, für meinen Teil, bin froh darüber, dass ich getan habe, was ich eben getan habe! Ich bin dankbar für das wundervolle Werkzeug, welches man mir an die Hand gegeben hat und darüber, dass ich es ehrenvoll führen durfte! Allerdings bin ich durchaus in der Lage zu erkennen, wann und wenn ich diesem Werkzeug nicht mehr gewachsen bin! Und sobald ich anfange damit mehr Schaden als Nutzen anzurichten, gebe ich es lieber „verantwortungsvoll“ aus der Hand! Ich bitte Sie darum genauso zu handeln! Lassen Sie sich nicht von der Zeit zum Knecht machen. Die Zeit ist nicht „Ihr Feind“, sondern „Ihr Freund“! Aber seien Sie SELBSTBEWUSST genug um zu erkennen, wenn die Zeit nicht mehr unterstützt, was Sie tun! Dann hat man (nicht nur vemutlich, sondern sogar MIT SICHERHEIT) andere Aufgaben für Sie! Aufgaben, die Sie im besten Fall mit der selben Leidenschaft erfüllen, wie jene, die Sie zuerst einmal „aufgeben“ müssen!

So gerne ich schreibe weiß ich, dass „meine Stunde“ geschlagen hat! Ich bemerke es zunehmend und tagtäglich an mir selbst! Ich „funktioniere“ nicht mehr so, wie ich es eigentlich sollte. Ich kann zu gut Deutsch „das Schwert in meiner Hand“ nicht mehr ordentlich führen! Wenn ich weitermachen würde, dann würde ich mir 1. nur Feinde machen und 2. der Sache mehr schaden als nutzen! Ich habe mir weder diese Tatsache noch diesen Moment ausgesucht – ES IST EINFACH SO! Und meine Aufgabe ist es, im richtigen Moment, die richtige Entscheidung zu treffen!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen einen guten Start in die Woche und eine erfolgreiche Herrschaft über SICH SELBST!

Ein Deutsches Mädchen

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