Juni 16, 2019

Dies und Das – politische Wirklichkeit, eine sehr hässliche Tochter und ein schockierender Wutanfall

Dies und Das – politische Wirklichkeit, eine sehr hässliche Tochter und ein schockierender Wutanfall

Unlängst wurde ein Papier eines – übrigens deutschen – Physikers veröffentlicht, demzufolge sich das Universum nicht ausdehnt sondern, vereinfacht gesagt, immer schwerer wird. Und das ist nicht etwa irgendeine wilde Idee, sondern der Mann hat das über viele Jahre hinweg erforscht und so einige auch bekanntere Physiker weltweit meinen, sein Papier sei jedenfalls handwerklich (Physik und Mathematik) ordentlich und solide und man müsse seine Theorie jedenfalls ernst nehmen und durchdenken.
Wirklich interessant dabei finde ich allerdings zweierlei: Erstens steht damit das „Standard-Modell“ nicht mehr unantastbar und herrschend, geschweige denn als „besichertes Wissen“ da und zweitens steht damit auch das einstein geprägte Märchen der modernen Physik in Frage. Um gleich zu einem Knackpunkt zu kommen: Wenn Materie als eine Form von Energie betrachtet werden kann und wenn sich die Gesamt-Energie im Universum nicht verändert (ein ganz heiliges Dogma), woher kommt dann der Massezuwachs? Der muss nämlich entweder durch Umformung entstehen, wobei allerdings Energie „verloren“ ginge, oder aber „jemand“ fügt dem Universum etwas hinzu…
Ich hätte noch etwas Hübsches (Syncronizitäts-Seltsamkeiten), aber leider drängen weitaus weniger hübsche Themen.

Wir alle hören ja ständig von „freiheit“, „rechtsstaatlichkeit“ und vor allem „demokratie“ – während jeder Mensch mit Augen und ein bisschen Verstand doch schlicht und ergreifend Verbrecherbanden beobachtet. Wie ist das zu erklären, wie ist das *wirklich*?

Zur Zeit gibt es ja reichlich Aufgeregtheit in den usppa, weil der mueller Report *nicht* bestätigt, was die „demokraten“ mit geradezu absoluter Gewissheit erwarteten. trump konnte *nicht* als Puppe Putins entlarvt werden.
Aber noch etwas sorgt für Aufregung, nämlich das, was diesem Report zwangsläufig folgen musste: Die Sorge – oder der drängende Wunsch, je nach Standort – dass nun der deep state mal untersucht wird. Und in der Tat gibt es recht deutliche Äusserungen des neuen „Justiz“-Ministers barr in diese Richtung.

Zugleich köchelt es aber auch in Venezuela noch. In diesem Zusammenhang macht die Tochter eines – schon sehr lange in den usppa eingebürgerten – (gebürtigen) „Venezuelaners“ recht viel Lärm. Sie hetzt gewaltig gegen Maduro und spricht dabei immer als „Venezuelanerin“ und von „daheim (in VZ). Worüber sie allerdings durchgängig *nicht* spricht ist, dass sie in england geboren wurde und zum großen Teil in den usppa aufgewachsen ist. Venezuela kennt sie höchstens von kurzen Besuchen. Vor allem aber sprach sie nie von ihrem Vater. Der nämlich ist Professor in den usppa und wurde vom ami-Regime als maßgeblicher Strippenzieher eingesetzt, u.a. und vor allem als Schnittstelle zur bank of the americas. *Dieser Mann* ist es, der ganz maßgeblich die Fäden bei den Plünderungs- und Enteignungs Aktionen zieht.

Und damit sind wir an einem Eintrittspunkt in ein seltsames Gemisch aus Spiegelkabinett, Labyrinth und Räuberhöhlen. Denn die Frage, *warum* das trump Regime Venezuela so terrorisiert, führt ziemlich direkt zur Antwort auf die Frage, wer *wirklich* die Fäden bei trump zieht. Eines vorab: Putin ist es nicht.

Man könnte sie auch anders stellen, diese Frage, und zur selben Antwort gelangen, nämlich: Wer hat ungefähr ein Drittel aller entscheidenden Posten im trump Regime besetzt und wer hat mehrere Dutzend Sprechpuppen im ami kongress? Nebenbei bemerkt, der Durchschnittspreis für so eine kongress-Sprechpuppe liegt bei ca. 1 Mio $. Allerdings muss man das richtig verstehen, das besagt nicht, dass diese Dutzenden „Abgeordneten“ jeweils ca. 1 Mio $ bekommen haben , sondern es bedeutet, dass einige wenige ganz erheblich mehr bekommen haben, während der große Teil der Sprechpuppen für erheblich weniger gekauft wurde.

Die Antwort auf beide Fragen heisst „die koch Brüder“. Für die (vermutlich vielen), denen das nichts sagt: Die koch Brüder besitzen ein Firmen-Imperium im Wert von über 100 Mrd. $, u.a. sind sie eine sehr große Nummer im Raffinerie-Geschäft. Einer der großen Brocken dabei ist das Raffinieren von genau der Sorte Öl, die es (fast) nur in Venezuela gibt; schweres Öl, mit dem die normalen Raffinerien nichts anfangen können. Ob Venezuela unter ami Kontrolle ist und die koch Brüder ihre Dreckpfoten direkt auf den venezuelanischen Erdöl-Vorkommen haben oder nicht, ist für die koch Brüder eine, bei der es um Billionen $ geht.

Neben diesen Brüdern ist der (mutmaßliche Milliardär) trump ein kleines Fischchen und sogar sheldon adelson, der weithin bekannte Casino-Milliardär, der ebenfalls groß in der ami Politik mit spielt, ist bestenfalls ein mittelgroßer Spieler.
Übrigens wollten die Brüder ursprünglich gar nicht trump; sie hatten ca. 13 Mio $ in ted cruz, einen texanischen senator investiert, aber der hatte es in der Vorausscheidung („primaries“) der republikaner nicht weit gebracht. Der Sieger dort war trump – allerdings schon mit koch-Geld, denn die Brüder hatten schnell umgesattelt und in trump sogar noch erheblich mehr investiert als vorher in cruz. Aber nicht alleine; es gab dabei noch weitere „Partner“, vor allem einen, der auch die Tür zu trump aufgemacht und alles eingetütet hatte: Ein Mann namens mercer, genauer dessen Tochter rebecca, die seit etwa 2014 Stück für Stück das Imperium ihres Vaters übernimmt.
Wie reich dieser Mr. mercer genau ist, weiss wohl niemand genau; er wie auch seine Unternehmensgruppe (er ist einer der drei Mitbegründer) sind bekannt für extreme Verschwiegenheit. Die „Perle“ der Gruppe, „renaissance capital“ ist durchaus ziemlich bekannt, um nicht zu sagen sagen-umwoben, aber mehr war kaum jemals zu erfahren. Nur eine Zahl macht die Runde, weil sie sich unmittelbar aus gesetzlich vorgeschriebenen Meldungen ergibt: 70%. Das ist die durchschnittliche Rendite, die renaissance capital erwirtschaftet. 70%!

Und: mercer ist bei aller Eigenständigkeit auch eng mit den koch Brüdern verbandelt. Zwar ist er hochwahrscheinlich erheblich weniger reich als diese (sein Vermögen wird noch im einstelligen oder im niedrigen zweistelligen Milliarden $ Bereich vermutet), aber er ist sehr intelligent und er hat jede Menge Know-How (und Beziehungen), was Statistik und große Mengen (egal, ob von Menschen oder sonstwas) angeht. Nebenbei bemerkt, sozusagen als Gewürz für die Brühe: mercer war es auch, der cambridge analytica ins Rennen gebracht hat und man munkelt, dass keiner der offiziellen Wahlkamp-Leiter trumps, sondern mercer und seine Leute, trump zum Wahlsieg geführt haben.

An diesem Punkt ist es an der Zeit, so einiges mal richtig einzuordnen. Eine sehr wichtige Frage ist z.B. die, *warum* diese Leute das machen. Bei den koch Brüdern könnte man noch meinen – zumindest zum Teil hochwahrscheinlich richtig – dass es schlicht um direkte Geschäfts-Interessen geht. Aber nicht bei mercer. Insoweit es den denn interessieren sollte, noch mehr Milliarden zu haben, so hat er die Finger ja direkt an der gewinnbringendsten Geldmaschine schlechthin. Nichts, absolut nichts, ausser vielleicht Drogenhandel, bringt Renditen wie renaissance capital sie bringt. Ausserdem zieht er sich ohnehin immer weiter zurück Richtung Ruhestand und übergibt immer mehr an seine Tochter. Nein, diesen Mann treibt etwas anderes.
Ich denke, er ist eine Art soros, allerdings am Ende des politischen Spektrums. mercer ist ein Nationalist und mithin ein direkter – und sehr mächtiger – Widersacher von soros.

Aber diese Gruppe (koch, mercer und viele weitere aber weniger wichtige Leute, meist Milliardäre) ist nur *ein* trump Puppen-Spieler. Womöglich der wichtigste, aber doch nur einer. Es gibt noch weitere. Ein weiterer, wenn auch mAn erheblich überschätzter ist der kushner Clan. Und ein anderer ist eine Gruppe von Leuten, mit denen trump im Lauf seiner früheren Karriere als Immo-Geschäftemacher verbandelt war; guliani, der new-yorker Ex-Bürgermeister und zur Zeit persönlicher Anwalt trumps ist ein Beispiel dafür. Aber diese Gruppen denken recht lokal oder regional und auf bestimmte Bereiche und Branchen begrenzt; die wollen keine großen umwälzenden Dinge sondern einfach nur Reibach machen.
Und natürlich hat trump auch seine ganz eigenen Ideen und Vorstellungen und Anliegen.
Was am Ende dabei heraus kommt, ist ein Gemisch, das durch viele Interessen von Vielen bestimmt ist, wobei es nur einige wenige grundlegende Eckpunkte gibt, die gemeinsam sind, National-Staatlichkeit z.B. statt Globalismus.

Aber schauen wir noch etwas weiter. Steve Bannon z.B. wurde von mercer finanziert und Breitbart ebenso. Bannon wiederum ist eine Kernfigur, die, wenn sich mercer auch mittlerweile (zumindest offiziell) von ihm distanziert, viel erklären kann, wenn man seine Fährte verfolgt. Die führt u.a. zu Orban und zu netanjahu. Kurz, es gibt ein größeres Netzwerk an mehr oder weniger (und mehr oder weniger erkennbar) verbundenen politikern weltweit, die gegen globalismus und für National-Staatlichkeit sind.
Ein Blick hierauf zeigt noch etwas, nämlich, dass diese Gruppe (wie alle anderen auch) fraktioniert ist. Russland z.B. ist ja auch ganz klar für National-Staatlichkeit, aber Putin und trump sind keineswegs Kumpels oder auch nur Kampfgenossen; zu groß, zu entscheidend und divergierend sind andere Kriterien.
Eines davon sticht besonders heraus und hat große Bedeutung: der ami „Exzeptionalismus“, die irre – und offensichtlich falsche – Wahnidee, die usppa seien „das besondere Land“, sozusagen bestimmt dazu, die Welt anzuführen. Putin ist diesem Wahn offenkundig nicht verfallen, trump dagegen ist förmlich bestimmt dadurch. Nebenbei bemerkt, hat israel – das sich selbst für das *einzige* besondere und auserwählte Land hält – diese schwachsinnige Marotte der amis nur deshalb toleriert, weil die amis selbst die „unverbrüchliche Freundschaft mit israel“ an die erste Stelle der wichtigsten ami Werte geschrieben haben.

An diesem Punkt, am ami Exzeptionalismus, bricht auch die weltweite Bewegung von Q und ähnliche auf. Zwar ist es erfreulich, dass das trump Regime den globalismus bekämpft (bzw. sich mit allen Kräften gegen diesen wehrt), zugleich aber ist die *us-amerikanische* Nationalstaats-Bewegung grundsätzlich abzulehnen für uns, weil sie zugleich die ami Exzeptionalität als bedingungsloses Grundelement hat.
Um es mal ganz deutlich zu sagen: Wenn z.B. ein Salvini die National-Staatlichkeit fordert, dann ist das etwas *grundlegend anderes* als wenn ein trump dafür eintritt, denn der meint damit *nicht*, dass er gegen globalismus ist – nein, er meint damit, dass die usppa vom globalismus ausgenommen sein und darüber thronen müssen.
Und so wird auch verständlich, warum z.B. ein akut bösartiger Psychopath wie bolton (übrigens auch eine mercer Puppe) als wichtige Figur neben einem lächelnden trump sitzt.

Der wesentliche Unterschied ist also keineswegs, dass obama ein globalist war, trump aber ein Nationalist. Der Unterschied ist, dass obama das eigene Land völlig gleichgültig war – der dachte, atmete und handelte als reinrassiger globalist – während trump primär ein Exzeptionalist ist; National-Staatlichkeit ist nur ein nützliches Element (neben anderen) und sie meint bei trump etwas grundlegend anderes als bei Europäern oder Asiaten.

Kommen wir nun zu dem Punkt, der weithin ungesehen oder gefährlich unterschätzt wird, an dem trump nahezu sicher scheitern wird; nicht komplett, aber das ist egal, weil „halb besiegen“ hierbei nur eine unbedeutende Verschiebung ist: Ich spreche von Korruption.
Das Problem dabei beginnt schon damit, dass die meisten eine einseitige und unzureichende Definition haben. Korruption ist keineswegs nur „die Hand aufhalten“. Korruption ist jede Grundhaltung und jedes Handeln, das das eigene Interesse zumindest öfter mal über die Korrekheit des Handelns stellt. „korrupt“ ist das Gegenteil von „gesetzestreu, vereinbarungstreu“; Geld mag dabei oft eine Rolle spielen, aber es gibt auch andere um nichts weniger schädliche Formen der Korruption.

An diesem Punkt müssen wir einen großen Schritt machen und „links“ und „rechts“ korrekt verorten (aus der relevanten Perspektive). „links“ läuft auf Ideologie hinaus, darauf, die „bessere Welt“ zum Orientierungs- und Perspektiv-Punkt zu machen. „rechts“ wiederum läuft darauf hinaus, die Realität ordnen und bewahren zu wollen. Wohlgemerkt, *beides* ist unzureichend, allerdings ist „rechts“ insofern sympathischer, als es a) in prinzipiell machbaren Kategorien denkt und b) einen Bezug zwischen Realität und Wert achtet.
Es geht mir hier wohlgemerkt *nicht* darum, die eine oder die andere Seite schön oder schlecht zu zeichnen und es geht mir insbesondere nicht darum, Einzelne (die links oder rechts sind) zu beurteilen. Es geht vielmehr darum, die Welt um uns zu verstehen; darum z.B., dass es keineswegs zufällig so ist, dass praktisch alle Gruppen, die meinen, um ein uns nahe liegendes Beispiel zu wählen, dass Neger natürlich ein Recht darauf haben, in Europa zu leben, „links“ sind. Und es ist wichtig zu verstehen, dass es sinnlos ist, die Vertreter dieser Ansicht anzufeinden, weil die nämlich *aus ihrer Perspektive* recht haben. Das Problem dabei ist nicht, dass die Unrecht haben; das Problem ist, dass sie aus einer ver-rückten und willkürlichen Perspektive schauen.

Das große Problem ist, dass „links“ nicht funktioniert und nie dauerhaft funktioniert hat; das *konnte* es auch nicht, weil für die Realität nunmal die Realität maßgeblich ist. Das gilt für die ami „demokraten“ genauso wie für Maduro, die grüne pest, die spd und den globalismus. Wobei es bei Letzterem fragwürdig ist, ihn in diese Reihe zu stellen, weil das „linke“ dabei nur Verkaufs-Mittel sind; die Kraft dahinter ist im Grunde akut rechts und zwar erzfaschistisch.
Und so steigt auch z.B. der Zorn der Bevölkerung immer weiter mit jedem von einem „flüchtling“ Ermordeten oder Vergewaltigten. Die linken „weltoffenen“ Chöre trompeten dann immer wirre – zu Dogmen erhobene – feuchte Träume von globaler Gleichheit, aber für Menschen ist die Realität wichtiger; die vergewaltige, ermordete junge Frau oder Mutter von zwei Kindern wiegt einfach schwerer als ideologisches Geschwätz.

Schauen wir nach China, so sehen wir (in dieser Hinsicht) ein und dasselbe wie in Russland: Ein Land, das sich (auf die eine odere andere Weise) von der linken ideologisierten Staatsform losgelöst hat und – bereits recht weit fortgeschritten – auf dem Weg in Richtung eines in Realität gründenden Landes ist. Und noch etwas haben die beiden gemeinsam – und das absolut nicht zufällig! – beide haben massive und sehr ernst gemeinte Programme zur Bekämpfung von Korruption (mit bereits großem Erfolg).
Schauen wir dagegen nach idiotistan, so sehen wir eine gegenläufige Bewegung. Die usppa, und das gilt für *beide* parteien, denken und handeln immer ideologisierter und weltfremder – und korrupter.
trump versucht mit aller Macht, gegen bestimmte Formen der Korruption anzugehen und z.B. den deep state, also vor allem die eigenen Behörden, sauber zu bekommen, aber er muss schon froh sein, wenn er dabei nicht selbst verschlungen wird. Und: Wie auch sollte es ihm gelingen, ihm, der doch selbst inmitten einer massiven Korruption zum weissen Haus kam?

Zum Abschluss ein Vorfall, der mich geradezu geschockt hat: Satanowski, der bekannte und sehr geachtete – und stets höflich und ruhig sprechende – russische Experte, hat vor laufenden Kameras einen Zornesausbruch hingelegt. In einer angesehenen polit-talkshow (die Sorte, die es bei uns schon lange nicht mehr gibt) schwafelte irgendein Idiot Unsinn und zwar zu einem für Russland wichtigen Thema. Da unterbrach Satanowski ihn und brüllte ihn förmlich nieder.
Und was er brüllte, das hatte es in sich und man kann nur wünschen, dass jemand das dem merkel und ihren Komplizen und Handlangern vermittelt.
Satanowski begann seinen Ausraster sinngemäß mit „Nun, dann sage ich Ihnen mal *deutlich*, was unser Präsident mehrfach sehr höflich angedeutet hat: Wenn es so weiter geht (nato Übungen nahe der russ. Grenzen, usw) mit dem besetzten(!) Europa, dann wird Russland nicht anders können, als militärisch zu agieren, denn dieses besetzte Europa ist eine Gefahr für die Sicherheit Russlands“. Kurz darauf erfuhr ich, wie es der Zufall so will, in den russischen Nachrichten, dass Russland nicht mehr (wie üblich) groß diplomatische Anstrengungen unternimmt wegen der nato Flotte im schwarzen Meer, sondern dass man einfach die zuständigen Militär-Einheiten in Bereitschaft versetzt und mit Anweisungen versorgt hat. Am nächsten Tag sah ich Bilder von Raketenbooten, die im schwarzen Meer die Abwehr von Schiffen mit Raketen übten.

Mancher wird es mir wohl übel nehmen, aber mir scheint, dass die russischen Generäle zu tadeln sind. Weil sie nämlich zu spät die Not-Reissleine gezogen haben bei Putin. Sie hätten Putin deutlich früher vermitteln sollen, dass wirkungsloses Diplomaten-Geschwätz *nicht* egal ist („nix gewonnen, nix verloren“) sondern *gefährlich*. (nicht nur) Satanowski machte auch das in seinem Ausbruch klar: Der westen hat all das russische Diplomaten-Geschwätz einfach nur als Schwäche ausgelegt und ist dadurch noch aggressiver („mutiger“) geworden.
Nochmal, um Missverständnisse zu vermeiden: Ich *schätze* Hr. Lawrow und seine Leute sehr; das sind fähige, gute und professionelle Diplomaten (selbst ein drittklassiger russischer Botschafter-Stellvertreter in Dingsbumsland wäre für uns hier als Aussenminister ein gewaltiger Aufstieg …), aber: Mancher Schüler hört einem Lehrer erst zu, nachdem er einen kräftigen Satz Ohrfeigen bekommen hat.
Seit einer Weile haben offenkundig auch die Generäle ausreichend Termine im Kreml. Aber diese Türen drohen sich zu spät geöffnet zu haben.

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